AUF UND ABGESANG, AUF- UND ABGESANG, AUF UND AB GESANG
AUF UND ABGESANG, AUF- UND ABGESANG, AUF UND AB GESANG
Meine erste Idee war, einen Abgesang zu verfassen auf all die möglichen und unmöglichen Verirrungen meiner naiven Seele, meine Idealisierungen und Romantisierungen.
Wahrscheinlich wollte ich eher eine ABRECHNUNG verfassen, eine Abrechnung auch mit mir selbst.
Wie oft hatte ich als Mädchen schon, später als eine Junge, noch später als eine Ältere, jetzt als eine noch Ältere hinter den Männerwesen her geträumt, mich zu ihnen hingedacht, hin- und weggeschrieben, auf- und abgefühlt: hinter den Burschen vom Land, den unbedarften, hinterhergesehnt, oh, wie schön, wie klug, wie stark, wie anziehend, könnte ich ihnen doch näherkommen, immer ein innerer Dialog mit mir selbst, immer eine Projektion auf diese Wesen, angehimmelt, angepriesen von mir, heimlich, intensiv, hingebungsvoll, unbeantwortet, unerfüllt…
Wer waren diese Sehnsuchtsobjekte, wer war ich? Immer schon und immer wieder!