JACK HAUSER
Banditengesänge
Super 8 / ohne Ton / ca. 9 Min
Banditengesänge, Super-8-Filme (1986–2006)
„Jack Hausers Banditengesänge sind eine Sammlung von Super-8-Filmen, die über einen Zeitraum von mehreren Jahren in verschiedenen Teilen der Welt gedreht wurden. Eine Filmspule, ein Bildausschnitt, ein take, ein Format; das sind die strengen Regeln dieses Bildfindungsunterfangens, aufgestellt an einem nicht ungewöhnlichen Ort, filmt die Kamera, was das Leben durch ihre Linse spazieren lässt.“
– Franziska Lesak, Simon Wachsmuth: Wien (2002)
DANA KINDL
ROLLERSTRIZZIS – Seid ihr ein Verein? Nein, eine Gang! (2024)
Digital / Ton / ca. 7:00 Min
Dass das Skaten mein Leben in dem Ausmaß verändern würde, war mir am Anfang nicht so klar. Dass es zu einer Art feministischem Kampf um die Zurückeroberung von Raum und Aneignung öffentlicher Plätze wird, auch nicht. Aber jetzt sind wir hier. Erst unsicher, dann mutiger und schlussendlich unaufhaltbar. Ich muss keinen Flip können, man muss mir auch nicht erklären, wie was geht und schon gar nicht muss ich irgendwas gewinnen. Aber wir holen uns die Straße zurück, wir haben ein Recht hier zu sein und wir gehen auch nicht mehr weg. Wir schlagen uns die Knie blutig, das Leben war nie schöner. Und wir werden immer mehr.
CHRISTOPH ÖHLER
NATURE MORTE oder der Kampf der kalten Bilder (2024)
Digital / Ton / ca. 3:00 Min
Es sind störende stille Bilder und nervige Töne, aber allesamt wichtig, aber doch schön und einfach.
RUDOLF MÜLLER
TERRITORIUM (2024)
Digital / Ton / 4:20 Min
Ein Territorium wird dekonstruiert.
Eigentlich gibt es den Film TERRITORIUM/MAUTERNDORF schon seit 2010, die Musik wurde von Martin Werner Klein (Piano) und Simon Rainer (E-Guitar) eingespielt.
Mauterndorf, wo das Ausgangsmaterial gefilmt wurde, ist im Bernhard’schen Sinn extrem hässlich, unwirtlich, lebensunmöglich, ein Territorium des Leblosen. Im Film wird der Eindruck verstärkt - es stellt sich dazu noch ein Schwindelgefühl ein, die Hässlichkeit wird zum Rausch, Bilderrausch, extrem.
MOVING PICTURES (2024)
Digital / Ton / 17:55 Min
Das Filmmaterial (Super 8, 16 mm, Digital) aus rund 50 Jahren persönlicher Filmgeschichte wurden als Basis für diesen Film verwendet. Die Filme POINT ZERO und ZEIT wurden nach dem gleichen Prinzip hergestellt.
Diesmal wurde das Material teilweise bis zur totalen Unkenntlichkeit verändert, manches Mal blieben nur Farbreste und das Blitzen des Lichts übrig. Trotzdem entstand etwas Neues und immer wieder auch Wieder-Erkennbares. Wenn Strukturen zerstäuben, kann es vorkommen, dass neue Spuren entstehen, wie in einem „Quantenraum“ nehmen die Teilchen, geleitet durch die Zeit, Beziehungen zueinander auf. Schichten von Licht wälzen sich durch den Filmraum, der ein Zeit- und Bewegungsraum ist. In der Nullzeit lässt der STILLSTAND auch Bewegung zu – Moving Pictures!
Und da sind auch wieder die bekannten Gestalten - schleifenförmig mäandern sie wie Geister durch die Filmräume einem Ende - oder dem Anfang - entgegen. Rückwärts erzählt, wäre im Film der Anfang das Ende; auf TERRA PROXIMA III, wo wir Major Tom einen Besuch abstatten, könnte der zeitliche Ablauf aber auch ganz anders sein – bevor UNSER Strom der Zeit endgültig versiegt ……. 0 1 1 0
MELISANDE SEEBALD
EINE NACHT IM BÜRO (2014)
Super 8 / Farbe / ohne Ton / 2:22
Eine Nacht im Büro ist eine Momentaufnahme in einem Großraumbüro bei Nacht.
Der Film zeigt die leeren Räumlichkeiten eines funktionellen und tagsüber geschäftigen Ortes, Büromöbel, Trennwände, Regale,
Computer, Pflanzen, Gänge fungieren als Erzählung einer Arbeitswelt.
Die Belegschaft hat das Büro schon verlassen und isoliert liegt der Raum still.
IM NIRGENDWO VERHALLT (2024)
Digital / Farbe / Originalton / 4:50 Min
Im Nirgendwo verhallt ist ein Film über Zeit, Wahrnehmung und Vergänglichkeit.
Nicht nur von Situationen, Ereignissen, sondern auch vom Leben.