Das Griechenland unserer Seele
Ich sehe verrostete Eimer, darin trockene, rissige rötlichbraune Erde, einige dürre Blütenreste, die Straße liegt brach unter der Sonne.
Auf meinem Weg zum Meer Steine, Felsspalten, flirrendes Blau.
In welche Gestalt gewandelt bin ich? Ich? Welches Ich?
Die Verwandlung erkenne ich immer mit Erschrockenheit, so radikal, so von dem innersten Inneren ausgestrahlt in meine Wahrnehmung. Ich werde ihrer gewahr, wahrhaftig wahr, die Schönheit der Seele, oder soll ich es Klarheit des Geistes nennen? Dieses reine und vollkommene Glücksgefühl, diese Seligkeit hat zugleich wieder meinen ganzen Körper erfasst: ich trage wieder weiße Gewänder und binde mir Tücher Turbangleich ins Haar, meine Haut bronzefarben und von feingoldenem Staub überzogen.
Ich atme Luft, ich bin die Luft, bin Thymian und Rosmarin, ich schaue den Himmel, das Blau, ich bin die Weite, ausgestreckt über mir, ich hebe den Stein, warm und glatt in meiner Hand, gewölbt, ich stehe mit Blick zum Horizont, oh Meer, oh Wind, oh Ferne, oh Zeit…oh du ewige und alte Zeit…