
Diese sogenannte Space Kitchen, gegründet von Bruni Sand und R.M. oder C.C., wie man auch will, geheimnisvoll, antiesoterisch, fulminant uneitel und als Einzimmer-Kunstatelier konzipiert. Mehr ist bei den Wohnungspreisen im 7. Bezirk auch nicht möglich.
Die Space Kitchen ist eine Höhle. Und wie immer sieht man, wenn man aus einer dieser Höhlen blickt, die Schatten, die vorbeiziehen. Vielleicht hört man die Menschen draußen flüstern, fluchen, lachen und die Autos und Radindividualisten vorbeiflitzen.
Die Space Kitchen ist keine Höhle. Schatten werden auf die Wände geworfen, alles ist wundervoll verkehrt. So wundervoll sinnvoll und lustvoll, so ist das Leben da, das Eigenleben, die Space Kitchen ist ein mächtiger Raum in dieser unserer Zeit. Der Raum, der Space, die Kitchen, die Freiheit der Gedankenlosigkeit, die Lust des Müßigganges in der uns bleibenden Zeit.
Raum und Zeit werden in der Space Kitchen gemixt. Weil die Space Kitchen eine Höhle ist, kann man sie auch als Nicht-Höhle der Kunst betrachten, die Abwesenheit der Hochkultur lässt uns die Hoffnung, dass sich die Schatten verwandeln und in Raum und Zeit eins werden mit dem Leben.
Rudolf Müller & Cosmick Charlie © 2024
Wenn aus einem Traumbild Realität wird
oder eine Idee, jahrelang getragen,
durch die Jahre also mitgetragen wird,
wenn die Idee eines Tages Raum wird
ein Ideenraum wird, dann, ja dann
kann man es gar nicht glauben zunächst.
„Unsere Space Kitchen“ nannten wir die Fiktion, den Wunsch.
In dieser Space Kitchen könnte viel geschehen,
auch mit uns und wir sagten uns,
dass wir das auch zulassen sollten, also dass unser
immer schon imaginierter und immer wieder neu
belebter Wunsch wahr werden möge.
Wir sind Utopisten, wir sind im Hyperraum unterwegs,
also eigentlich Utoponauten,
wir schweben und senden die Kunst
als Flaschenpost ins Sternenmeer:
wer findet sie, wer liest sie und wer singt davon?
Bruni Sand © 2024